Mehr Kurzarbeitende im Mai 2025
Im Mai 2025 bezogen in Baden-Württemberg rund 65.800 Beschäftigte konjunkturell bedingtes Kurzarbeitergeld. Sie arbeiteten in etwa 2.600 Betrieben. Im gleichen Monat des Vorjahres waren es noch rund 52.400 Personen in knapp 1.900 Betrieben. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Kurzarbeitenden damit um fast 13.500 Personen, was einem Plus von 25,7 Prozent entspricht. Im Vergleich zu den Vormonaten April und März 2025 ging die Zahl nur leicht zurück und blieb damit weiterhin auf einem hohen Niveau.
Verarbeitendes Gewerbe besonders betroffen
Der größte Teil der Kurzarbeit entfiel im Mai 2025 auf das Verarbeitende Gewerbe. Rund 56.200 Personen und damit mehr als 85 Prozent aller Kurzarbeitenden im Südwesten arbeiteten in diesem Bereich. Die anhaltende wirtschaftliche Schwäche trifft vor allem industrielle Betriebe. Viele Unternehmen nutzen Kurzarbeit, um vorübergehende Auftragsrückgänge abzufedern und gleichzeitig ihre Fachkräfte zu halten.
Höchste Kurzarbeiterquote im Ländervergleich
Die Kurzarbeiterquote setzt die Zahl der Kurzarbeitenden ins Verhältnis zur Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In Baden-Württemberg lag diese Quote im Mai 2025 bei 1,3 Prozent. Gegenüber April sank sie leicht, lag aber höher als im Mai 2024. Im bundesweiten Vergleich hatte Baden-Württemberg damit die höchste Kurzarbeiterquote. Der Durchschnitt in Deutschland lag bei 0,6 Prozent. Ebenfalls überdurchschnittlich betroffen waren Thüringen mit 1,0 Prozent und Bayern mit 0,9 Prozent. In Bremen und Hamburg war Kurzarbeit dagegen kaum verbreitet.
Baden-Württemberg prägt das Bundesbild
Deutschlandweit bezogen im Mai 2025 rund 226.700 Personen Kurzarbeitergeld. Der überwiegende Teil davon entfiel auf Westdeutschland. Besonders stark vertreten waren Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Zusammen vereinten diese drei Bundesländer mehr als 70 Prozent aller Kurzarbeitenden in Deutschland.












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