Im Tarifkonflikt der baden-württembergischen Universitätskliniken hat am heutigen Mittwoch die vorerst letzte Verhandlungsrunde in Stuttgart begonnen. Flankiert werden die Gespräche von massiven, zwei- bis dreitägigen Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hat. Seit Beginn der Frühschicht befinden sich rund 1.800 Beschäftigte an den Standorten Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm im Ausstand. In den betroffenen Krankenhäusern mussten zahlreiche planbare Operationen verschoben werden. Die sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten wird über Notdienstvereinbarungen aufrechterhalten.
Die Gewerkschaft fordert für die rund 26.000 Tarifbeschäftigten 7,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 320 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr. Der Arbeitgeberverband AGU bietet bislang neben Einmalzahlungen eine stufenweise Erhöhung ab Januar 2027 und verlangt unter anderem eine längere Wochenarbeitszeit von bis zu 45 Stunden sowie Kürzungen des Weihnachtsgeldes bei Krankheit. ver.di-Verhandlungsführer Jakob Becker betonte vor den heutigen Gesprächen, dass die Beschäftigten nicht für Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zur Verfügung stünden. Im Laufe des Vormittags wollen Delegationen der Streikenden direkt vor dem Verhandlungslokal in Stuttgart protestieren. Weitere Termine sind bislang nicht vereinbart.













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