Teure Mauer für ein Phantom
Wer auf dem Radweg entlang der K 4283 zwischen Steinsfurt und Adersbach in die Pedale tritt, kommt unweigerlich an eine Stelle, die Fragen aufwirft. Etwa auf halber Strecke ragt eine massive Natursteinmauer empor, das Gelände macht einen ordentlichen Satz nach oben. Der Grund für diesen baulichen Kraftakt: Ein mächtiger Hochspannungsleitungsmast der Firma Amprion, dessen Standfestigkeit durch den Radwegbau bedroht war. Doch kaum war der Beton trocken und das Band durchschnitten, folgte die Hiobsbotschaft für alle Steuerzahler: Die Stromleitung wird nicht mehr gebraucht. Die Leitungen sind schon gekappt und der Mast wird demnächst zerlegt. Hätte man sich den teuren Aufwand also sparen können?

Der Ist-Zustand: Ende 2025 sind die Leiterseile abmontiert. Hundert Jahre stand der Strommast. Wohl genausolange müssen die Radfahrer nach dem Abbau des Mastes mit der Steigung leben












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