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Was tun im Trauerfall? Ein Leitfaden für die ersten notwendigen Schritte

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Was tun im Trauerfall? Ein Leitfaden für die ersten notwendigen Schritte
Foto von Sandy Millar auf Unsplash

Die ersten Stunden nach dem Todesfall

Der Tod eines geliebten Menschen stellt Angehörige vor eine emotionale Ausnahmesituation. Gleichzeitig müssen wichtige Entscheidungen getroffen und Formalitäten erledigt werden. Zunächst sollte ein Arzt verständigt werden, der den Tod feststellt und den Totenschein ausstellt. Bei einem Todesfall zu Hause rufen Sie den Hausarzt oder außerhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst an.

Nach der ärztlichen Leichenschau haben Sie Zeit, sich in Ruhe von dem Verstorbenen zu verabschieden. Es besteht keine Eile, den Verstorbenen sofort überführen zu lassen. Viele Angehörige empfinden es als tröstlich, noch einige Stunden bei dem Verstorbenen zu verbringen. Informieren Sie nach und nach die engsten Familienangehörigen und Freunde. Diese schwere Aufgabe kann auch auf mehrere Personen verteilt werden. Geben Sie sich selbst die nötige Zeit für die erste Trauerphase und nehmen Sie Unterstützung von Vertrauenspersonen an.

Wichtige Dokumente zusammenstellen

Für die weiteren Schritte benötigen Sie verschiedene Unterlagen des Verstorbenen. Suchen Sie zunächst den Personalausweis oder Reisepass heraus. Die Geburtsurkunde, bei Verheirateten die Heiratsurkunde und bei Geschiedenen das Scheidungsurteil werden ebenfalls benötigt. Falls vorhanden, sollten Sie auch Testament, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung bereithalten.

Weitere wichtige Dokumente sind Versicherungsunterlagen, insbesondere die Sterbegeldversicherung oder Lebensversicherung, sowie die Krankenversicherungskarte. Auch Rentenbescheide, Kontoauszüge und eventuelle Mitgliedschaften sollten Sie sammeln. Eine Bestattungsverfügung gibt Aufschluss über die Wünsche des Verstorbenen bezüglich der Beisetzung.

Diese Dokumentensammlung erleichtert die Kommunikation mit Behörden und dem Bestattungsinstitut erheblich. Sollten einzelne Papiere nicht auffindbar sein, können diese meist nachträglich beschafft werden. Bewahren Sie alle Originaldokumente sorgfältig auf, da Sie diese bei verschiedenen Stellen vorlegen müssen. Fertigen Sie am besten Kopien der wichtigsten Unterlagen an, um die Originale zu schonen.

Die Wahl des richtigen Bestattungsinstituts

Die Auswahl eines vertrauenswürdigen Bestattungsunternehmens gehört zu den wichtigsten Entscheidungen in dieser schweren Zeit. Ein erfahrener Bestatter begleitet Sie durch alle notwendigen Schritte und nimmt Ihnen viele organisatorische Aufgaben ab. Achten Sie bei der Wahl auf persönliche Empfehlungen, lokale Verankerung und ein einfühlsames Erstgespräch.

Viele Hinterbliebene schätzen die Nähe eines ortsansässigen Bestatters, der die örtlichen Gegebenheiten und Friedhöfe kennt. Wer beispielsweise familiäre Verbindungen nach Thüringen hat, kann dort einen regionalen Bestatter in Bad Berka finden, der ein kompetenter Ansprechpartner für die Region ist.

Ein seriöses Bestattungsinstitut zeichnet sich durch transparente Kostenaufstellung, individuelle Beratung und respektvollen Umgang aus. Scheuen Sie sich nicht, mehrere Angebote einzuholen und Fragen zu stellen. Die Chemie zwischen Ihnen und dem Bestatter sollte stimmen, da Sie in den kommenden Tagen eng zusammenarbeiten werden. Professionelle Bestatter kennen auch regionale Besonderheiten und können Sie über verschiedene Bestattungsmöglichkeiten am jeweiligen Standort aufklären.

Behördengänge und Fristen beachten

Nach einem Todesfall müssen verschiedene Behörden und Institutionen informiert werden. Die Sterbeurkunde erhalten Sie beim Standesamt des Sterbeortes. Dafür benötigen Sie den Totenschein, den Personalausweis des Verstorbenen sowie die bereits genannten Personenstandsurkunden. Das Standesamt stellt in der Regel mehrere Ausfertigungen aus, die Sie für verschiedene Zwecke benötigen.

Die Krankenkasse muss über den Todesfall informiert werden. Auch Renten- und Sozialversicherungsträger sind zu benachrichtigen. Bei bestehenden Lebens- oder Sterbegeldversicherungen sollten die Versicherungsunternehmen kontaktiert werden. Der Arbeitgeber des Verstorbenen sollte ebenfalls umgehend informiert werden.

Weitere wichtige Anlaufstellen sind das Nachlassgericht für Testamentseröffnungen, das Finanzamt für steuerliche Angelegenheiten und die Bank zur Klärung von Konten und Vollmachten. Ihr Bestatter kann Sie bei vielen dieser Formalitäten unterstützen und beraten. Erstellen Sie eine Liste aller zu informierenden Stellen, um den Überblick zu behalten und keine wichtige Institution zu vergessen.

Planung der Trauerfeier und Beisetzung

Die Gestaltung der Trauerfeier sollte die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegeln und den Hinterbliebenen Trost spenden. Gemeinsam mit dem Bestatter besprechen Sie die Art der Bestattung, ob Erd- oder Feuerbestattung gewünscht ist. Auch alternative Bestattungsformen wie See- oder Baumbestattungen sind möglich. Die Auswahl von Sarg oder Urne, Blumenschmuck und Trauerdrucksachen gehört zu diesen Entscheidungen.

Für die Trauerfeier selbst gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die musikalische Untermalung, ob mit Orgelmusik oder persönlichen Lieblingsliedern, schafft eine würdevolle Atmosphäre. Ein Trauerredner oder Geistlicher findet persönliche Worte des Abschieds. Manche Familien entscheiden sich auch dafür, selbst Worte des Gedenkens zu sprechen.

Die Einladung zur Trauerfeier erfolgt meist über Traueranzeigen in der Zeitung oder persönliche Trauerkarten. Nach der Beisetzung findet traditionell der Leichenschmaus statt, bei dem sich die Trauergemeinde in ruhiger Atmosphäere austauschen kann. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Planung und beziehen Sie nahestehende Personen in die Entscheidungen mit ein.

Redaktion
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