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Weniger Steuereinnahmen für Städte und Gemeinden im Land

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Weniger Steuereinnahmen für Städte und Gemeinden im Land
Symbolfoto ©jubu

Leichter Rückgang im Jahr 2025

Die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg haben im Jahr 2025 etwas weniger Steuern eingenommen als im Jahr zuvor. Insgesamt lagen die Einnahmen bei 20,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 waren es noch 21,1 Milliarden Euro gewesen.

Das entspricht einem Rückgang von 0,8 Prozent. Die Zahlen stammen aus der kommunalen Kassenstatistik des Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Dabei werden nur die Einnahmen betrachtet, die den Kommunen nach Abzug bestimmter Umlagen tatsächlich bleiben. Ein Teil der Gewerbesteuer wird nämlich an Bund und Land abgeführt.

So setzen sich die Einnahmen zusammen

Die Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden bestehen aus verschiedenen Teilen. Dazu gehören die sogenannten Realsteuern. Das sind vor allem die Gewerbesteuer sowie die Grundsteuern A, B und erstmals auch C.

Außerdem erhalten die Kommunen Anteile an Gemeinschaftssteuern. Dazu zählen die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer.

Ein kleinerer Teil kommt aus sonstigen Gemeindesteuern. Dazu gehören zum Beispiel die Hundesteuer, die Vergnügungssteuer oder die Zweitwohnungssteuer.

Im Jahr 2025 machten die Realsteuern 53,5 Prozent der Einnahmen aus. Die Anteile an den Gemeinschaftssteuern lagen bei 44,8 Prozent. Die sonstigen Gemeindesteuern spielten mit 1,7 Prozent nur eine geringe Rolle.

Gewerbesteuer bleibt wichtigste Einnahmequelle

Die wichtigste einzelne Einnahmequelle für Städte und Gemeinden ist weiterhin die Gewerbesteuer. Im Jahr 2025 brachte sie 9,2 Milliarden Euro ein.

Das entspricht 43,9 Prozent aller Steuereinnahmen. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil noch höher bei 46,8 Prozent.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei der Gewerbesteuer. Die Einnahmen sanken um 6,9 Prozent gegenüber 2024. Damals lagen sie noch bei 9,9 Milliarden Euro.

Unterschiede zwischen Städten und Gemeinden

Zwischen größeren Städten und kleineren Gemeinden gibt es Unterschiede. In den Stadtkreisen hat die Gewerbesteuer einen größeren Anteil an den Einnahmen.

Im Jahr 2025 lag dieser Anteil dort bei durchschnittlich 48,9 Prozent. In den kreisangehörigen Gemeinden waren es 42,5 Prozent.

Auch beim Rückgang zeigen sich Unterschiede. In den Stadtkreisen sanken die Gewerbesteuereinnahmen besonders stark. Sie gingen um 18,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück. Im Jahr zuvor waren es noch 2,8 Milliarden Euro gewesen.

In den kreisangehörigen Gemeinden fiel der Rückgang deutlich geringer aus. Dort sanken die Einnahmen um 2,5 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Steuereinnahmen pro Einwohner

Wenn man die Steuereinnahmen auf die Bevölkerung umrechnet, ergibt sich ein Durchschnittswert pro Person.

Im Jahr 2025 entfielen auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner 1.862 Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 1.877 Euro gewesen.

Auch hier liegen die Stadtkreise über dem Durchschnitt. Dort betrugen die Einnahmen pro Kopf 2.230 Euro. In den kreisangehörigen Gemeinden waren es 1.778 Euro pro Person.

Redaktion
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