Im Jahr 2024 wurden in Baden-Württemberg rund 536.000 Hektar für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzt. Das entspricht etwa 15 Prozent der gesamten Fläche des Bundeslandes. Die Gesamtfläche von Baden-Württemberg beträgt etwa 3,575 Millionen Hektar. Das hat das Statistische Landesamt mitgeteilt.
15 Prozent der Landesfläche für Siedlung und Verkehr
Am meisten Fläche nimmt weiterhin die Landwirtschaft ein. Etwa 1,6 Millionen Hektar oder knapp 45 Prozent des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. An zweiter Stelle steht der Wald. Fast 1,4 Millionen Hektar oder rund 38 Prozent sind bewaldet.
Flächenverbrauch höher als in den letzten Jahren
Im Vergleich zum Jahr 2023 ist die Fläche, die für Siedlung und Verkehr genutzt wird, deutlich gestiegen – um rund 4.800 Hektar. Das ist mehr als doppelt so viel wie der durchschnittliche jährliche Zuwachs der letzten zehn Jahre, der bei etwa 2.200 Hektar lag.
Der sogenannte tägliche Flächenverbrauch ist damit von 5,1 Hektar pro Tag im Jahr 2023 auf 13,1 Hektar pro Tag im Jahr 2024 gestiegen. Das heißt: Im Schnitt wurden täglich etwa 13 Hektar neue Fläche für Häuser, Straßen oder andere Siedlungs- und Verkehrsprojekte genutzt.
Änderung der Messmethode spielt eine Rolle
Der starke Anstieg hat aber nicht nur mit tatsächlichem Baugeschehen zu tun. Auch eine neue Einteilung im Vermessungssystem hat den Anstieg mitverursacht. So wurde zum Beispiel die Kategorie „Gartenland“, die früher zur Vegetationsfläche zählte, jetzt genauer unterteilt. Ein Teil davon zählt nun zur Siedlungsfläche. Deshalb ist die Zahl für Siedlungs- und Verkehrsflächen höher als früher.
Würde man diese neue Zuordnung nicht einrechnen, läge der tägliche Flächenverbrauch bei etwa 3,4 Hektar – also deutlich unter dem aktuellen Wert. Auch in Zukunft kann es durch genauere Messungen und neue Zuordnungen zu weiteren Veränderungen kommen.














Rückmeldung an den Autor?