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Wirtschaft in Baden-Württemberg schrumpft weiter

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Wirtschaft in Baden-Württemberg schrumpft weiter

Was das Bruttoinlandsprodukt bedeutet

Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, zeigt, wie viel eine Wirtschaft insgesamt leistet. Es umfasst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Jahr produziert werden.

In Baden-Württemberg ist dieses BIP im Jahr 2025 leicht gesunken. Preisbereinigt lag es 0,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Zahlen stammen vom Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

Damit befindet sich das Bundesland bereits im dritten Jahr in Folge in einer wirtschaftlichen Schwächephase. Fachleute sprechen dabei von einer Rezession.

Schwächer als der Bundesdurchschnitt

Im Vergleich zu ganz Deutschland fiel die Entwicklung schlechter aus. Bundesweit wuchs die Wirtschaft im Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozent.

Insgesamt wurden in Baden-Württemberg Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 667,1 Milliarden Euro produziert. Das entspricht knapp 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland.

Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, also nominal, ist das BIP im Südwesten um 2,3 Prozent gestiegen. Auch hier lag Baden-Württemberg unter dem Bundeswert von 3,3 Prozent.

Erwerbstätige und Leistung pro Kopf

Die Zahl der Erwerbstätigen blieb im Jahr 2025 nahezu unverändert. Insgesamt arbeiteten rund 6,41 Millionen Menschen im Land. Im Vergleich zum Vorjahr waren es nur etwa 1.800 Personen weniger.

Rein rechnerisch erwirtschaftete jede erwerbstätige Person im Durchschnitt 104.021 Euro im Jahr. Das liegt über dem bundesweiten Durchschnitt von 97.210 Euro.

Auch bezogen auf die gesamte Bevölkerung ergibt sich ein höherer Wert als im Bund. Pro Kopf lag das BIP in Baden-Württemberg bei 59.335 Euro, deutschlandweit bei 53.516 Euro.

Industrie und Bau schwächeln

Die wirtschaftliche Entwicklung verlief je nach Branche unterschiedlich.

Im Verarbeitenden Gewerbe, also vor allem in der Industrie, ging die Leistung erneut zurück. Sie sank im Jahr 2025 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Bereich ist besonders wichtig, weil dort rund ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes entsteht.

Auch das Baugewerbe entwickelte sich schwach. Hier ging die Wirtschaftsleistung sogar um 5,3 Prozent zurück.

Dienstleistungen stabilisieren die Wirtschaft

Die Dienstleistungsbereiche konnten dagegen leicht wachsen. Insgesamt legte dieser Bereich um 0,4 Prozent zu.

Besonders deutlich war das Wachstum bei öffentlichen und sonstigen Dienstleistungen sowie in den Bereichen Erziehung und Gesundheit. Dort stieg die Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent.

Diese Bereiche haben dazu beigetragen, die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt etwas zu stabilisieren.

Daten werden regelmäßig angepasst

Die Zahlen für das Jahr 2025 sind vorläufig. Sie basieren auf ersten Berechnungen, bei denen noch nicht alle Daten vollständig vorliegen.

Deshalb werden die Ergebnisse regelmäßig überprüft und angepasst. Auch die Daten aus den vergangenen Jahren wurden neu berechnet und überarbeitet.

Redaktion
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