Erstmals in der Geschichte der YouGov-Sonntagsfrage liegt die AfD in der Wählergunst vor der Union. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 27 Prozent die AfD wählen, ein Plus von zwei Prozentpunkten. Die CDU/CSU verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 26 Prozent.
Die SPD verbessert sich leicht auf 15 Prozent, während die Grünen und die Linke jeweils einen Prozentpunkt verlieren und bei 11 beziehungsweise 9 Prozent landen. Die FDP gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und erreicht 4 Prozent, die Fünf-Prozent-Hürde wäre damit allerdings verfehlt.
Die Umfrage zeigt auch eine Polarisierung in der Debatte um das Bürgergeld. Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein Sparziel von fünf Milliarden Euro beim Bürgergeld angekündigt. Die Meinungen der Wähler dazu sind gespalten: Während eine Mehrheit der Unions- und AfD-Wähler das Bürgergeld für unfair und zu hoch hält, sind die Wähler der SPD, Grünen und Linken in dieser Frage uneins oder lehnen diese Aussagen ab.
Eine große Mehrheit von vier von fünf Unions- und AfD-Wählern findet den Unterschied zwischen Bürgergeld und Mindestlohn zu gering. Aber auch eine Mehrheit der SPD-Wähler stimmt dieser Aussage zu.
Einigkeit herrscht bei der Frage, ob Missbrauch ein großes Problem darstelle. Hier sehen fast alle Wählergruppen, von Union und AfD bis hin zu den Grünen und Linken, den Missbrauch als ein Problem.
Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent aller Befragten befürwortet zudem Kürzungen des Bürgergeldes für Empfänger, die langfristig keine Arbeit annehmen wollen. Dieser Vorschlag findet auch mehrheitliche Zustimmung bei den Wählern der Koalitionspartei SPD.













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