Eigentlich sollte das Tanken seit dem 1. Mai massiv billiger sein – doch an den Tankstellen folgt das böse Erwachen. Eine exklusive ADAC-Analyse deckt jetzt auf: Die Mineralölkonzerne behalten offenbar einen riesigen Teil der Hilfe einfach für sich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich wehren und wann Sie heute auf die Minute genau tanken müssen, um nicht draufzuzahlen!
Es sollte die große Entlastung für Millionen deutsche Autofahrer sein, die unter den dramatischen Folgen des Kriegs am Golf leiden. Doch fünf Tage nach dem offiziellen Start des Tankrabatts herrscht Ernüchterung. Während die Bundesregierung die Energiesteuer drastisch gesenkt hat, um die Preise abzufedern, kommt bei den Verbrauchern nur ein Bruchteil davon an. Der ADAC hat die Zahlen der ersten Woche ausgewertet und zieht eine bittere Bilanz: Die Konzerne kassieren kräftig mit.
Wo sind die restlichen Cent?
Die Bundesregierung hat die Energiesteuer um rund 17 Cent gesenkt. Doch ein Blick auf die Preistafeln verrät, dass die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklafft.
Die ADAC-Auswertung der ersten Woche zeigt:
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Super E10: Der Preis sank binnen Wochenfrist nur um 7,8 Cent auf einen Tagesdurchschnitt von 2,025 Euro.
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Diesel: Hier gab es eine Senkung um 10,5 Cent, was zu einem Durchschnittspreis von 2,095 Euro führte.
Das bedeutet im Klartext: Bei Benzin fehlen fast 10 Cent der versprochenen Entlastung, bei Diesel sind es rund 7 Cent. Wo ist dieses Geld geblieben?
Warum das Argument der „alten Bestände“ nicht mehr zieht
Oft argumentieren die Mineralölunternehmen, dass sie zunächst noch Kraftstoff verkaufen müssen, den sie vor dem 1. Mai zum regulären (höheren) Steuersatz eingekauft haben. Doch der ADAC lässt diese Ausrede nicht mehr gelten. Fünf Tage nach Beginn der Steuersenkung sind die Tanks in der Regel längst mit dem günstiger versteuerten Sprit nachgefüllt worden.
Ölpreis und Wechselkurs als Beweis
Der Vergleich mit dem 30. April – dem Tag vor dem Rabatt – ist entlarvend:
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Der Ölpreis (Brent) liegt aktuell bei etwa 110 US-Dollar je Barrel – fast identisch mit dem Niveau von Ende April.
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Auch der Euro-Dollar-Wechselkurs ist stabil geblieben.
Da die Rohstoffkosten also nicht gestiegen sind, bleibt nur ein Schluss: Die Mineralölunternehmen behalten einen erheblichen Teil des Rabatts ein, anstatt ihn wie vorgesehen an die Autofahrer weiterzugeben
Was bringt die „12-Uhr-Regel“?
Trotz der unvollständigen Weitergabe des Rabatts gibt es eine effektive Strategie, um den Preisfallen der Konzerne zu entkommen. Seit Einführung des neuen Preis-Modells (dem sogenannten Österreich-Modell) gibt es in Deutschland ein festes Zeitfenster für Erhöhungen.
So tanken Sie strategisch:
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Der magische Zeitpunkt: Tanken Sie kurz vor 12 Uhr mittags.
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Die Regel: Nur um punkt 12 Uhr dürfen die Mineralölkonzerne die Spritpreise anheben.
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Die Chance: Nach dem Mittag dürfen die Preise für den Rest des Tages nur noch gesenkt, aber nicht mehr erhöht werden.
Wer also morgens tankt, zahlt oft die Zeche für die Unflexibilität des Marktes. Nutzen Sie die Mittagsstunden, um den maximalen Vorteil aus den täglichen Preisbewegungen zu ziehen.
Stehen Konzerne jetzt unter Druck?
Der ADAC beobachtet die Situation weiterhin sehr genau. Dass die Entlastung nicht vollumfänglich bei den Bürgern ankommt, ist ein politisches Alarmsignal. Autofahrer sollten konsequent Preise vergleichen und die teuersten Anbieter meiden, um den Wettbewerbsdruck auf die Konzerne zu erhöhen.













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