Die Tarifverhandlungen bei der ZGS GmbH haben zu einem viertägigen Streik geführt, der sich nun auf mehrere Redaktionen in Baden-Württemberg ausweitet. Seit heute früh streiken die Beschäftigten der ZGS GmbH, und ab morgen sind auch die Mitarbeiter der Stuttgarter Zeitung, der Stuttgarter Nachrichten, der Kreiszeitung Böblinger Bote sowie der Eßlinger und der Cannstatter Zeitung zum Solidaritätsstreik aufgerufen.
Der Streik soll bis Montagabend um 23:30 Uhr andauern. Grund für den Arbeitskampf ist die Ablehnung einer bereits im Juli 2025 erzielten Tarifeinigung durch die neue Geschäftsführung der ZGS GmbH, die nach der Übernahme durch die SWP/NPG Ulm die Führung übernahm. Die Gewerkschaften ver.di und DJV kritisieren, dass das von der neuen Geschäftsführung vorgelegte Vergütungsmodell keine verlässlichen Gehaltssteigerungen bietet und die Geschäftsführung nicht von der 40-Stunden-Woche abrücken will.
Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin, kritisierte den neuen Arbeitgeber scharf und sprach von einem Frontalangriff auf die Belegschaft. Uwe Kreft, ver.di Stuttgart, verurteilte die Drohung des Arbeitgebers mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gegenüber den Solidaritätsstreikenden als „echten Affront“ und betonte, dass man sich nicht einschüchtern lasse.
Die Einkommensunterschiede zwischen tarifgebundenen und tariflosen Beschäftigten der ZGS betragen laut Gewerkschaften bis zu 6.000 Euro pro Jahr.















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