Das Land Baden-Württemberg steigt dauerhaft in die Mitfinanzierung kommunaler Nebenbahnen ein. Wie das Verkehrsministerium in Stuttgart mitteilte, wurden rückwirkend zum Fahrplanjahr 2025 entsprechende Finanzierungsverträge abgeschlossen. Insgesamt mobilisiert das Land bis zum Jahr 2031 rund 130 Millionen Euro, um Städte und Landkreise bei den steigenden Betriebskosten für regionale Schienenstrecken zu unterstützen.
Besonders im Rhein-Neckar-Kreis sorgt die Entscheidung für eine deutliche finanzielle Entspannung. Landrat Stefan Dallinger sprach von einem „echten Durchbruch“ für die Planungssicherheit der Kommunen. Allein für die Stadtbahnlinien 5 und 5a im Netz der RNV verringern sich die Zuschussleistungen der betroffenen Städte wie Weinheim, Schriesheim oder Ladenburg in den kommenden zwei Jahren um jeweils zwei Millionen Euro. Ab 2027 steigt die Entlastung sogar auf über zweieinhalb Millionen Euro jährlich.
Neben dem Rhein-Neckar-Raum profitieren auch weitere Regionen im Land von der neuen Regelung, darunter die Albtalbahn im Landkreis Karlsruhe sowie die Schönbuchbahn im Raum Böblingen. Für Strecken, die bereits erfolgreich reaktiviert wurden, gewährt das Land ab 2027 zudem einen zusätzlichen Bonus. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte, dass man damit die lokale Verantwortung für die Schiene würdige und ein stabiles Mobilitätsangebot abseits der Hauptrouten sichere.













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