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Mehr Menschen fahren Bus und Bahn

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Mehr Menschen fahren Bus und Bahn
©Robert Katzer

Fahrgastzahlen steigen weiter

Im Jahr 2024 nutzten wieder mehr Menschen den Liniennahverkehr in Baden-Württemberg. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes beförderten die Verkehrsunternehmen mit Sitz im Südwesten rund 1,1 Milliarden Fahrgäste. Das waren etwa 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Trotz dieses Anstiegs lagen die Fahrgastzahlen weiterhin unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Damals waren es rund 1,2 Milliarden Fahrgäste. Auch bundesweit nahm die Nutzung des Liniennahverkehrs zu. In ganz Deutschland wurden 2024 rund 11,5 Milliarden Fahrgäste gezählt.

Welche Verkehrsmittel genutzt werden

Die Fahrgäste verteilten sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen Verkehrsmittel. Mehr als die Hälfte aller Fahrten im Liniennahverkehr entfiel auf Omnibusse. Eisenbahnen wie Regional- und S-Bahnen machten einen deutlich kleineren Anteil aus. Straßenbahnen spielten ebenfalls eine große Rolle. Obwohl sie nur in 13 der 44 Stadt- und Landkreise fuhren, transportierten sie ein Drittel aller Fahrgäste. Das zeigt, dass Straßenbahnen vor allem in dicht besiedelten Regionen intensiv genutzt werden.

Wie viel gefahren wird

Die Verkehrsunternehmen legten mit ihren Fahrzeugen im Nahverkehr insgesamt 442 Millionen Kilometer zurück. Den größten Anteil daran hatten die Omnibusse. Eisenbahnen und Straßenbahnen kamen auf deutlich geringere Anteile an der gesamten Fahrleistung. Für die Fahrgäste bedeutete das im Durchschnitt eine Strecke von etwa 8 Kilometern pro Fahrt. Insgesamt legten alle Fahrgäste zusammen rund 8,8 Milliarden Personenkilometer zurück. Diese Beförderungsleistung lag höher als im Jahr 2023, blieb aber ebenfalls noch unter dem Wert von 2019.

Unterschiede bei den Fahrtweiten

Je nach Verkehrsmittel unterschieden sich die durchschnittlichen Fahrtlängen deutlich. Fahrgäste der Eisenbahnen legten im Schnitt die längsten Strecken zurück. Bei Omnibussen war die durchschnittliche Strecke kürzer, bei Straßenbahnen am geringsten. Das spiegelt wider, dass Bahnen oft für längere Wege genutzt werden, während Straßenbahnen vor allem im Stadtverkehr unterwegs sind.

Deutlich mehr Angebot als früher

Während die Fahrgastzahlen noch nicht wieder das frühere Rekordniveau erreicht haben, ist das Angebot im Liniennahverkehr stark gewachsen. Dieses Angebot wird in sogenannten Platzkilometern gemessen. Dabei wird berechnet, wie viele Sitz- und Stehplätze über welche Strecke zur Verfügung stehen. Im Jahr 2024 lag dieses Angebot bei 58,4 Milliarden Platzkilometern. Das waren rund 18 Prozent mehr als im Jahr 2019. Ein Grund dafür ist der Einsatz größerer Fahrzeuge. Zusätzlich wurde insgesamt etwas mehr gefahren als vor der Pandemie, sodass mehr Kapazität für Fahrgäste bereitstand.

Besonderheiten der Zählweise

Die Fahrgastzahlen beziehen sich auf Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg. Gezählt wird dabei jede Person nur einmal pro Unternehmen, auch wenn sie innerhalb einer Fahrt zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wechselt. Bei der Betrachtung einzelner Verkehrsmittel werden Fahrgäste dagegen mehrfach gezählt, wenn sie umsteigen. Außerdem sind auch Fahrten enthalten, die baden-württembergische Unternehmen außerhalb des Landes erbrachten, während Fahrten von Unternehmen aus anderen Bundesländern in Baden-Württemberg nicht mitgezählt werden.

Redaktion
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