Inflationsrate im März 2026 bei 2,5 Prozent
Die Preise für Waren und Dienstleistungen sind in Baden-Württemberg im März 2026 weiter gestiegen. Die Inflationsrate lag bei 2,5 Prozent im Vergleich zum März 2025. Das bedeutet: Viele Dinge des täglichen Lebens waren im Schnitt teurer als ein Jahr zuvor.
Im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 stiegen die Preise ebenfalls. Der sogenannte Verbraucherpreisindex erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 124,0 Punkte. Diese Zahlen veröffentlicht das Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.
Lebensmittelpreise leicht gesunken im Monatsvergleich
Ein Blick auf die Lebensmittel zeigt unterschiedliche Entwicklungen. Im Vergleich zum Februar 2026 sind die Preise für Lebensmittel insgesamt leicht gesunken, und zwar um 0,4 Prozent.
Einige Produkte wurden günstiger. Dazu zählen Speisefette und Speiseöle mit einem Minus von 1,7 Prozent, Gemüse mit 1,5 Prozent weniger sowie Fleisch und Fleischwaren mit einem Rückgang von 0,7 Prozent.
Gleichzeitig gab es auch Preisanstiege. Fertiggerichte wurden im Monatsvergleich um 1,3 Prozent teurer.
Vergleicht man die Preise mit dem Vorjahr, also März 2025, sind Lebensmittel insgesamt um 0,7 Prozent teurer geworden. Besonders deutlich stiegen die Preise für Zucker, Süßwaren und Desserts mit einem Plus von 4,9 Prozent. Deutlich günstiger als im Vorjahr waren dagegen Speiseöle und Fette mit einem Rückgang von 20,5 Prozent.
Energiepreise steigen deutlich
Deutlich stärker als bei Lebensmitteln zeigen sich die Preisveränderungen im Energiebereich. Im Vergleich zum Februar 2026 stiegen die Energiepreise um 6,3 Prozent.
Besonders stark verteuerte sich Heizöl mit einem Anstieg von 41,3 Prozent. Auch Kraftstoffe wurden deutlich teurer und legten um 12,3 Prozent zu. Feste Brennstoffe verteuerten sich um 1,4 Prozent. Strom wurde hingegen leicht günstiger und sank um 0,3 Prozent.
Im Vergleich zum März 2025 lagen die Energiepreise insgesamt um 5,3 Prozent höher. Heizöl kostete sogar 40,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe waren 16,3 Prozent teurer und feste Brennstoffe 11,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Preise für Strom um 5,0 Prozent und für Gas um 2,9 Prozent zurück.
Kerninflation etwas niedriger
Neben der allgemeinen Inflationsrate wird auch die sogenannte Kerninflation betrachtet. Dabei werden die besonders schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet.
Im März 2026 lag die Kerninflation bei 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Februar stieg sie um 0,5 Prozent.
Da die Energiepreise zuletzt besonders stark gestiegen sind, liegt die Kerninflation etwas unter der allgemeinen Inflationsrate von 2,5 Prozent.
Unterschiede bei verschiedenen Bereichen
Auch bei anderen Ausgaben gibt es Unterschiede. Dienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 3,1 Prozent. Waren insgesamt wurden um 1,8 Prozent teurer.
Einzelne Bereiche zeigen stärkere Veränderungen. Im Bereich Verkehr stiegen die Preise um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch alkoholische Getränke und Tabakwaren wurden mit 4,3 Prozent deutlich teurer.
Geringere Veränderungen gab es unter anderem bei Gesundheit mit 0,7 Prozent oder bei Freizeit, Unterhaltung und Kultur mit 1,3 Prozent.
Der Verbraucherpreisindex wird regelmäßig überprüft und basiert derzeit auf dem Jahr 2020 als Vergleichswert. Die Zahlen für März 2026 sind vorläufig und werden Anfang April endgültig veröffentlicht.












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