Das neue Qualitätsranking für den Schienenpersonennahverkehr in Baden-Württemberg sorgt für Alarmstimmung in der Metropolregion. Wie das Verkehrsministerium für das erste Halbjahr 2025 mitteilte, ist die S-Bahn Rhein-Neckar massiv abgerutscht. Besonders kritisch: Das Teilnetz mit den Linien S5 bis S10 belegt unter allen 32 bewerteten Netzen im Land nun den letzten Platz.
VRN-Geschäftsführer Michael Winnes bezeichnete das Ergebnis als hausgemacht und wenig überraschend. Hauptursache sei die seit Jahrzehnten vernachlässigte Infrastruktur. Der Schienenknoten Rhein-Neckar gelte als heillos überlasteter Flaschenhals, in dem sich Güter-, Fern- und Nahverkehr gegenseitig blockieren. Trotz der Generalsanierung der Riedbahn liege die Pünktlichkeit dort aufgrund der extremen Überbelegung nur bei knapp 80 Prozent. Winnes forderte von der Landespolitik nun mutige Investitionen und eine Gleichbehandlung mit anderen Ballungsräumen wie Stuttgart.
Während die S-Bahn-Linien S1 bis S3 ebenfalls auf Rang 28 durchgereicht wurden, gibt es im Verbundgebiet auch Lichtblicke: Das Netz Hohenlohe-Franken-Untermain konnte sich deutlich auf Platz 11 verbessern. Dennoch bleibe die Gesamtlage im regionalen Kernnetz ohne einen Ausbau auf vier Gleise zwischen Mannheim und Heidelberg sowie neue Fernverkehrsbahnsteige prekär.













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