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ver.di kündigt massive Ausweitung der Warnstreiks in BaWü an

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ver.di kündigt massive Ausweitung der Warnstreiks in BaWü an
Symbolfoto

Keine Einigung im Länder-Tarifstreit

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder stecken in einer Sackgasse. Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam liegt kein Angebot der Arbeitgeber vor. Die Gewerkschaft ver.di hat daraufhin für die kommende Woche eine deutliche Ausweitung der Warnstreiks in Baden-Württemberg angekündigt.

In der Region Stuttgart sind am Dienstag alle Landeseinrichtungen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind neben den Ministerien und dem Landtag vor allem die Universitäten, das Statistische Landesamt sowie die Wilhelma und das Staatstheater. Am Mittwoch soll zudem das Zentrum für Psychiatrie in Calw bestreikt werden, wo mit einer Schließung der Tagesklinik zu rechnen ist.

Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Hanna Binder kritisierte, dass die Arbeitgeber die Bezahlung der Länder-Beschäftigten dauerhaft von der bei Bund und Kommunen entkoppeln wollten. Dies führe zu Einkommensunterschieden von teilweise über 400 Euro im Monat. ver.di-Chef Frank Werneke bezeichnete den Verhandlungsstand als ungenügend und warf der Tarifgemeinschaft der Länder vor, den Ernst der Lage beim Fachkräftemangel nicht erkannt zu haben. Die Gewerkschaft fordert weiterhin sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro zusätzlich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 11. Februar angesetzt.

Redaktion
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