Über 1.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg legen die Arbeit nieder
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder hat die Gewerkschaft ver.di den Druck massiv erhöht. Unmittelbar vor der zweiten Verhandlungsrunde am morgigen Freitag beteiligten sich in Baden-Württemberg gestern und heute mehr als 1.000 Beschäftigte an Warnstreiks. Nachdem bereits gestern Aktionen am Psychiatrischen Zentrum Wiesloch stattfanden, verlagerten sich die Schwerpunkte heute auf die Standorte Tübingen, Karlsruhe, Stuttgart und Mannheim.
Besonders betroffen sind Universitäten, Hochschulen, Studierendenwerke sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Auch Landeseinrichtungen wie die Stuttgarter Wilhelma oder das Statistische Landesamt wurden bestreikt. In Tübingen versammelten sich die Streikenden am Mittag zu einer Kundgebung am Geschwister-Scholl-Platz.
Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger bezeichnete die Bezahlung der Länder-Angestellten als „zweitklassig“ im Vergleich zu Bund und Kommunen und forderte ein deutliches Signal der Arbeitgeber. Ver.di verlangt in der laufenden Runde sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zusätzlich. In Baden-Württemberg sind insgesamt rund 110.000 Angestellte direkt sowie knapp 200.000 Beamte indirekt von dem Ergebnis betroffen. Die Verhandlungen werden morgen in Potsdam fortgesetzt.













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