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Holzernte: Vom Baumstamm zum Endprodukt

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Rhein-Neckar-Kreis, 20. März 2024 – Im zweiten Teil unserer Serie „Mit dem Kreisforstamt durchs Jahr“ werfen wir einen Blick auf die Holzvermarktung nach der Holzernte. Wie gelangt das Holz vom Waldweg zum Käufer und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?

Holzvermarktung: Planung und Logistik

Der Winter ist die Hochsaison für die Holzernte. Julian Meyer, Leiter der Holzverkaufsstelle des Kreisforstamtes, betont die Bedeutung einer effizienten und nachhaltigen Holzvermarktung. „Unser Ziel ist es, den Rohstoff Holz bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.“

Um dies zu erreichen, arbeitet das Kreisforstamt mit langjährigen Partnern aus der Region zusammen. Schon bevor ein Baum gefällt wird, steht fest, an welchen Kunden das Holz später verkauft wird. Försterinnen und Förster beurteilen die Qualität und Verwertbarkeit jedes einzelnen Stammes.

Sortieren und Lagern im Wald

Nach der Ernte werden die Stämme vermessen, markiert und nach Baumarten sortiert gelagert. Die Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle: Holzdaten werden per Tablet und GPS erfasst.

Verkauf und Abtransport

Die meisten Stämme werden direkt an Sägewerke und holzverarbeitende Betriebe verkauft. In einigen Fällen kommt es jedoch zu Verzögerungen, wenn Käufer ihre bestellte Ware nicht abholen. „Das ist ärgerlich, aber leider Realität“, so Meyer.

Industrieholz und Brennholz

Holz, das nicht als Sägeholz geeignet ist, wird als Industrieholz verwertet und in der Zellstoff- oder Spanplattenindustrie eingesetzt. Ein Teil des Brennholzes geht an die lokale Bevölkerung.

Submission: Versteigerung von hochwertigem Holz

Besonders wertvolles Holz wird auf Submissionen versteigert. In der Region finden zwei Submissionen statt, in Eberbach für Nadelhölzer und in Sinsheim für Laubhölzer. Die Käufer ersteigern die Stämme nach einem Gebotsverfahren.

Vermarktung und Logistik:

  • Das Kreisforstamt pflegt langfristige Kontakte zu Sägewerken und Holzbetrieben aus der Region.
  • Förster müssen die Holzart, Qualität und Menge des Holzes im Voraus schätzen.
  • Stämme werden vermessen, markiert und sortiert gelagert.
  • Moderne Technik wie Tablets und GPS unterstützen die Holzvermarktung.

Verschiedene Käufer für verschiedene Holzarten:

  • Je nach Qualität und Verwendungszweck gibt es unterschiedliche Käufer.
  • Eichenholz für Möbel, Industrieholz für Spanplatten, Brennholz für den Hausgebrauch.
  • Hochwertiges Holz wird auf Submissionen versteigert.

Herausforderungen:

  • Manchmal werden Holzpolter nicht abgeholt, was für Ärger sorgt.
  • Nicht sägefähiges Holz wird zu Industrieholz verarbeitet.

Nachhaltige Nutzung:

  • Das Kreisforstamt achtet auf eine langfristige und nachhaltige Nutzung der Ressource Holz.
  • Ziel ist die bestmögliche Verwendung des Holzes im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Spannende Einblicke:

  • Der Artikel bietet einen Blick hinter die Kulissen der Holzvermarktung.
  • Leser erfahren mehr über die Vielfalt der Holzarten und ihre Verwendung.
  • Die Herausforderungen und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes werden beleuchtet.
Redaktion
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