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Der Roboter bedient, graviert und unterhält

©Technik Museum Sinsheim

Banknoten oder Münzen eingeben, gewünschten Artikel wählen und schon legen sie los. Seit 16 Jahren verkaufen die beiden Schweißroboter Souvenirartikel in den Technik Museen Sinsheim Speyer. Nun wurde der Robotershop in Sinsheim generalüberholt und der KR 125 getauscht – ein Gemeinschaftsprojekt von Museumsförderern und -mitgliedern.

An Pfingsten 2006 nahm das Museum im Kraichgau den weltweit ersten von einem Roboter betriebenen Museumsshop in Betrieb. Die Einrichtung in Speyer folgte November 2009. Seitdem sind die vollautomatisierten Industrieroboter fester Bestandteil der Gesamtpräsentationen in den Museumshallen. Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des Roboter-Shops vergingen zwei Jahre. Initiiert wurde das Ganze vom Museumsmitglied Jürgen Michel. Er setzte sich dafür ein, dass dieses Projekt vorangetrieben wurde. Unter anderem hatte er durch sein Fachwissen alle notwendigen Bausteine dazu erarbeiten können.

Nach all den Jahren und unzähligen Verkäufen gingen die Museumsmacher daran, den umgebauten Industriegehilfen auszutauschen. So ist der Shop in Sinsheim, nach längerer Inbetriebnahme und Programmierung in den Corona-Jahren 2020/21, nun rechtzeitig zu den Osterferien einsatzbereit. Unterstützt wurde das Museum auch dieses Mal von namhaften und zum Teil in der Region angesiedelten Firmen. Neben dem orangefarbenen Roboterarm hinter der dicken Plexiglasscheibe, installiert von KUKA Systems GmbH, wurde der Kompressor von der Firma RENNER GmbH aus Güglingen gestellt. Während die SCHUNK GmbH & Co. KG aus Lauffen/Neckar die Greifer überarbeitete, baute die Sinsheimer Grob GmbH die Adapterplatte für die Greifer. Sollten die Museumsbesucher sich für gravierte Artikel entscheiden, so kommen die Faserlaser der F-Serie von der DOMINO GmbH aus Mainz-Kastel zum Einsatz. Wie auch 2006 übernahm Museumsmitglied Dipl.-Ing. Dieter Wellmann erneut die Programmierung des Roboter-Lasers.

Der Ablauf ist noch wie damals. Nach der Artikelauswahl ertönt fetzige Musik und der Greifarm fängt an zu performen. Rund eine Minute lang dreht sich dieser um die eigne Achse und versetzt die Museumsbesucher aller Altersklassen in Staunen. Ob Bücher, Münzen oder Spiele – der Museumsgast hat mittlerweile die Auswahl an 10 Artikeln. Dabei bewegt der 2,5 Meter große Roboter die Souvenirs fast lautlos zur Ausgabe. Mitten im Verkaufsraum befindet sich eine Laserstation zur Gravur von Münzen. Bestseller des erfolgreichen Roboter-Verkäufers sind die mit dem Besuchsdatum und der Concorde gravierten Museumsmünzen.

Quelle: Simone Lingner

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