0

Die Menschen in der Metropolregion wollen in einer smarten und nachhaltigen Region leben, die Bedingungen dafür müssen jedoch stimmen. Das ist das Ergebnis von Onlinebefragungen, die das Projekt „Das WIR wirkt – Smarte und nachhaltige Metropolregion Rhein-Neckar“ im Oktober durchgeführt hat. In vier Themengebieten hat die Metropolregion Rhein-Neckar damit ein breites Meinungsbild bei wichtigen Zielgruppen eingeholt: „Nachhaltige Mobilität und Lückenschlüsse“, „Kulturerlebnisraum“, „FREIRÄUME“ und „Besucherlenkung“. Nach der Bürgerbefragung im Mai und der Strategieverabschiedung im Juli hat die Smart Region damit einen wichtigen Schritt zur weiteren Konkretisierung und Umsetzung der Pilotprojekte gemacht.

Die Erhebung ergab auch interessante Daten für das Gesamtprojekt: Über 80 Prozent der Befragten gaben an, sich im Alltag um ein möglichst nachhaltiges Verhalten zu bemühen, 13 Prozent achten im Alltag sogar streng darauf. Nur 6 Prozent achten im Alltag nicht auf Nachhaltigkeit.

Allein an der Onlinebefragung „Nachhaltige Mobilität und Lückenschlüsse“ haben über 600 Menschen teilgenommen und dabei nicht nur Angaben über die eigene Freizeitmobilität gemacht, sondern auch konkrete Verbesserungsvorschläge und Herausforderungen genannt. Nahm die PKW-Nutzung am Wochenende mit einem Anteil von 48 Prozent aller Mobilitätsarten derzeit die mit Abstand größte Rolle ein, so gaben 38 Prozent der Befragten an, dass sie sich gerne nachhaltiger fortbewegen würden. Weitere 19 Prozent würden dies unter bestimmten Bedingungen tun. „Die gute und zeitlich angemessene Erreichbarkeit von Freizeitzielen mit dem ÖPNV ist wichtig für das Nutzungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Wir werden daher zeitnah ein Erreichbarkeitsanalysetool zur niederschwelligen Nutzung entwickeln, um darauf aufbauend weitere Ableitung treffen zu können“, sieht sich Teilprojektleiter Marius Jörres bestärkt im weiteren Vorgehen.

522 kulturinteressierte Einwohner:innen der Metropolregion sowie Gäste haben an der Onlinebefragung „Kulturerlebnisraum“ teilgenommen. Dabei gaben sie wichtige Einblicke in das Kulturkonsum- und Informationsverhalten in der Region. 74 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die geplante umfassende digitale Informations- und Serviceplattform für Kultur und Tourismus in der Metropolregion nutzen würden. Diese sollte intelligent, übersichtlich und einfach in der Handhabung sein. „Vielen Dank für die umfassenden Rückmeldungen, die uns bestärken, alle Veranstaltungen und Angebote gebündelt darzustellen“, zeigte sich Teilprojektleiter Sebastian Mauß erfreut.

Ziel der Onlinebefragung „FREIRÄUME“ war vor allem, den Bedarf an Coworking-Angeboten und multifunktionalen Räumen in kleineren und mittleren Kommunen bzw. Städten der Metropolregion zu erheben. 126 Unternehmen und Solo-Selbständige aus der Metropolregion hatten teilgenommen. 31 Prozent der regionalen Unternehmen zeigten Interesse am Thema „Coworking Spaces“. Hierbei seien vor allem flexible Mietzeiten, modernste technische Ausstattung und die gute Erreichbarkeit für die Mitarbeitenden wichtig. „Wir erwarten echte Mehrwerte aus dieser multifunktionalen Kombination bei der Raumnutzung und eine Belebung der Innenstädte“, unterstreicht Teilprojektleiterin Dorothee Wagner den kreativen Ansatz des Konzeptes.

Beim Thema „Besucherlenkung“ waren gezielt touristische Akteur:innen und Betriebe der Metropolregion gefragt. Das Teilprojekt möchte die Erlebnisqualität verbessern, indem Besucherströme intelligent gelenkt werden, um Wartezeiten zu vermeiden und Mehrwerte für die Besucher:innen zu generieren. 178 haben sich an der Onlinebefragung beteiligt und ihre Einschätzungen zu bereits umgesetzten Maßnahmen und Erwartungen an zukünftige, stärker digitalisierte Lösungsansätze formuliert. „Viele Tourismusbetriebe in der Region möchten die Gästeströme besser lenken, um das Besuchererlebnis zu verbessern und die Natur und die Landschaft zu schützen – vor allem die Zusammenarbeit und Vernetzung der Unternehmen sowie die Einrichtung von E-Bike Verleih sehen sie hierbei als Chance“, zieht Teilprojektleiterin Valerie Fuhl ein Fazit.

„Die Umfrageergebnisse bestärken uns, bei den geplanten Vorhaben und Maßnahmen. Wir werden diese nun detailliert analysieren und dann in unsere Projektarbeit mit einfließen lassen“, unterstreicht Gesamtprojektleiter Boris Schmitt das weitere Vorgehen und kündigt dabei zugleich an: „Auch zukünftig freuen wir uns auf breite Mitwirkung in unserem Projekt und werden dazu regelmäßig auch Möglichkeiten schaffen.“

Aktuelle Informationen zum Projekt „Das WIR wirkt – Smarte und nachhaltige Metropolregion Rhein-Neckar“ erhalten Sie unter www.smart-rhein-neckar.de

Quelle: Boris Schmitt
Foto: Canvas

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zu Event

Kommentare

Kommentarbereich geschlossen.